hinter der kamera

am montag dem 29. april halfen die mediengestalter/innen bild und ton bei der verabschiedung eines mitarbeiters der stephen-hawking-schule. wir waren für die liveproduktion sowie die aufzeichnung verantwortlich, so dass man das geschehen von der bühne groß auf der leinwand dahinter sehen konnte. auch eine live schalte nach new york war teil der aufgabe an diesem tag. wir bauten schon früh die kameras auf und testeten die wichtigen funktionen. um 17:00 uhr war dann einlass und kurze zeit später ging es los. uns standen insgesamt drei kameras zu verfügung. ich hatte die aufgabe mich um kamera zwei zu kümmern, diese kamera steht hinten auf der galerie der aula und hat somit eine totale übersicht über die bühne.

feli hinter der kamera auf der galerie

bevor es anfing war ich sehr nervös, da ich erst einmal zuvor hinter einer kamera stand und noch nie während einer liveübertragung. ich bekam dann noch eine einweisung zur Bedienung der Kamera, dann setzte ich das headset der intercom auf und es ging los. zuerst war alles etwas holprig, da ich mich mit den funktionen vertraut machen musste und ziemlich aufgeregt war, aber nach ein paar minuten wurde ich ruhiger. ich kam dann relativ schnell rein und fing an mich sicherer zu fühlen. ich suchte mir eigenständig neue perspektiven und stellte direkt scharf. ab und zu hatte ich ein problem, aber ich ließ mich nicht aus der ruhe bringen und machte einfach weiter.

nach einer viertel stunde war ich entspannter und konzentrierte mich einfach auf die aufgabe. und hatte spaß daran! die anweisungen aus der regie waren deutlich und gut zu verstehen, was mir viel sicherheit gab und die bedienung wurde nach einer weile intuitiv. die kamera hinter der ich stand ist die für die bildführung wichtig. trotzdem kann ich es kaum erwarten auch mal eine der anderen beiden kameras zu bedienen und einen anderen spielraum mit den bildern zu haben. ich fand den abend sehr interessant und hatte trotz anfänglicher nervosität sehr viel spaß und war auf das endergebnis ein bißchen stolz.

bis zum nächsten mal
eure feli

ein abend in der regie

feli in der regie

am samstag den 06. april hatten wir den galaabend „magic, music & fun“ in der aula des berufsbildungswerkes neckargemünd. die mediengestalter/innen bild und ton waren verantwortlich dafür, die ereignisse von der bühne auf die große leinwand dahinter zu projizieren und die show aufzunehmen. am freitag bereiteten wir schon das meiste vor. wir stellten die drei kameras in der aula auf und sorgten dafür, dass die verbindung von den Kameras zu der regie in der medienwerkstatt funktionierte. am samstag begann die vorstellung um 20:20 Uhr und wir trafen uns um 18:00 uhr in der medienwerkstatt. wir checkten die kameras, machten einen schwarz-/weißabgleich in der regie und überprüften dass alle verbindungen stimmten. auch half ich beim aufhängen eines schwarzen vorhanges auf der bühne. eine stunde bevor es dann losging aßen wir zusammen pizza in der medienwerkstatt und tauschten uns noch ein bisschen aus. der kollege mit dem ich in der regie war und ich bekamen eine kurze einführung in das schaltpult, um all die wichtigen knöpfe und regeln, kennen zu lernen.

unser Regiepult

danach ging jeder auf seine position, entweder hinter einer der kameras oder in die regie. wir überprüften die funkverbindung untereinander und dann wartete ich gespannt darauf, dass es losging. ich war noch nie wirklich in der regie und auch mein kollege machte dies zum ersten mal, somit waren wir natürlich ziemlich nervös. trotzdem freute ich mich sehr auf den abend und die erfahrungen die ich sammeln würde. ich saß zuerst am schaltpult und schaltet die kameras auf ansage um. die ersten minuten waren ziemlich beängstigend und ich hatte riesige angst etwas falsch zu machen, aber nach einer weile spielten wir uns ein und ich wurde ruhiger. tatsächlich entspannte ich mich zwischenzeitlich und hatte einfach spaß an der arbeit. nach der pause übernahm ich die koordination und gab die anweisungen während mein kollege die knöpfe drückte.

jetzt wurde es ernst!

mir fiel die kommunikation durchaus zwischenzeitlich schwer und hier und da gab es ein paar probleme, aber alles in allem war es ein sehr interessanter und erfolgreicher abend. ich lernte viel über live veranstaltungen und wie es in der regie vor sich geht. alleine der fakt, dass ich in der regie sitzen durfte und aktiv mitgewirkt habe ist für mich eine wunderbare erfahrung, die man als praktikant sonst kaum wo hat. nachdem die vorstellung dann gegen 23:10 uhr fertig war räumten wir noch unser equipment, wie stative und kameras zurück in die medienwerkstatt. zum schluss besprachen wir den abend als gruppe nochmal und jeder hatte die möglichkeit sich über positives, sowie negatives zu äußern. als praktikant hat man hier definitiv viele möglichkeiten jeden bereich kennenzulernen und tatsächlich unter realbedigungen zu arbeiten.

ich hoffe man ließt sich bald wieder
eure feli

ein praktikum als mediengestalterin in bild und ton

mein name ist felicitas erbrich, ich bin 20 jahre alt und mache grade eine berufsvorbereitende bildungsmaßnahme (bvb) im berufsbildungswerk neckargemünd. anschließend plane ich hier eine ausbildung zur mediengestalterin in bild und ton zu machen. die ausbildung  in der medienwerkstatt würde mir ermöglichen mein hobby zum beruf zu machen. also entschied ich mich mir meinen traumberuf anzuschauen und absolviere von dem 18. februar 2019 bis zum 22. februar 2019 eine arbeitserprobung als mediengestalterin in bild und ton. während dieser durfte ich meinen eigenen kleinen werbespot zu einem produkt meiner wahl machen.  

kurz vor beginn der aufzeichnung

ich überlegte mir zuerst eine story, schrieb ein drehbuch und filmte dann. danach schnitt ich das material in final cut pro zusammen, machte übergänge und effekte. zum schluss präsentierte ich den werbespot so als würde ich ihn einem kunden präsentieren. die woche hat mir sehr viel spaß gemacht und ich entschied, dass ich gerne ein praktikum bis zu dem ende meiner bvb in der medienwerkstatt machen würde. während meiner zeit hier arbeitete ich schon mit verschiedenen programmen wie finale cut pro und after effects. ich setzte mich erst mit diesen auseinander um besser damit umgehen zu können und lerne immer neue sachen dazu, so dass es nie langweilig wird. auch befasste ich mich mit verschiedenen kameras und tonaufnahmegeräten. außerdem war ich bei der aufnahme eines vortrags dabei und durfte die kameraführung übernehmen. hinterher sichtete ich das material und machte den schnitt so das es am ende ein fertiger film war. über meine erfahrung während dieses praktikums werde ich euch in meinen blogbeiträgen berichten. als nächstes gestalte ich den youtube kanal von interface die medienwerkstatt neu. ich aktualisierte schon das profilbild und werde als nächstes einen kanaltrailer erstellen. ich freue mich auf diese aufgabe und kann es kaum erwarten euch von meinen fortschritten zu berichten.

eure feli

der prozess | theater heidelberg

v. l. n. r.: Benedikt Lehmann, Sambujang Touray Fotograf: Sebastian Bühler

es ist jetzt schon 7 wochen her, dass ich gefragt wurde ob ich im rahmen meines praktikums am theater heidelberg eine rolle als live-kameramann spielen könnte. nach kurzem überlegen sagte ich zu. ich hatte in diesem moment noch keinen blassen schimmer davon, was da alles auf mich zu kommen würde. und so wurde ich ins kalte wasser geworfen, oder in einen raum voller kreativer querköpfe.

zu beginn hat mich das alles ziemlich erschlagen, vor allem weil aus einem kurzen auftritt ganz schnell viel mehr wurde.

in den ersten tagen fiel es mir schwer, mich auf das geschehen einzulassen. es war doch alles sehr neu für mich. und so stand ich in diesem raum mit den vielen kreativen menschen und wurde vom chaos überrollt.

nach und nach aber konnte ich mich immer mehr einbringen, am ende war ich selber einer dieser kreativen querköpfe, der seine ideen und anregungen genau so in den topf werfen durfte wie der regisseur, der videokünstler oder die schauspieler. positiv überrascht hat mich hierbei, dass ich als volles mitglied von anfang an aufgenommen und respektiert wurde.

die nächsten wochen verflogen regelrecht und so hat sich keine einzige stunde, die ich im theater verbracht habe, auch nur annähernd nach arbeit angefühlt. alles was am anfang für mich noch so wirr und verrückt aussah, nahm nun stück für stück gestalt an. es wurde zu einem, meiner meinung nach, sehr schönen, kreativen und anspruchsvollen theaterstück. als dann die premiere immer näher rückte, stieg auch meine aufregung steil dazu an. am tag der premiere selber war ich so aufgeregt, das ich keine minute stillhalten konnte. noch nie in meinem leben war ich so nervös wie in den minuten vor meinem ersten auftritt. dann begann die premiere und die aufregung war verschwunden. glücklicherweise verlief die aufführung ohne das etwas schief ging. und nachdem der letzte applaus verklungen war lagen sich auf der bühne alle glücklich in den armen. so erreichte mein kleiner ausflug in das theaterleben seinen vorläufigen höhepunkt. und auch wenn noch mehr als 10 vorstellungen folgen, bin ich jetzt schon dankbar für alles was ich dort erleben durfte:

für die erfahrungen die ich sammeln durfte.

für die entwicklung die ich dort machen konnte.

und am allermeisten für all die netten menschen und freunde die ich dort gefunden habe.

jetzt schaue ich mit einem lächelnden und einem weinenden auge auf die zeit am theater zurück, und freue mich gleichzeitig auf die tollen aufführungen und momente, die sicherlich noch kommen werden.

euer benny