der prozess | theater heidelberg

v. l. n. r.: Benedikt Lehmann, Sambujang Touray Fotograf: Sebastian Bühler

es ist jetzt schon 7 wochen her, dass ich gefragt wurde ob ich im rahmen meines praktikums am theater heidelberg eine rolle als live-kameramann spielen könnte. nach kurzem überlegen sagte ich zu. ich hatte in diesem moment noch keinen blassen schimmer davon, was da alles auf mich zu kommen würde. und so wurde ich ins kalte wasser geworfen, oder in einen raum voller kreativer querköpfe.

zu beginn hat mich das alles ziemlich erschlagen, vor allem weil aus einem kurzen auftritt ganz schnell viel mehr wurde.

in den ersten tagen fiel es mir schwer, mich auf das geschehen einzulassen. es war doch alles sehr neu für mich. und so stand ich in diesem raum mit den vielen kreativen menschen und wurde vom chaos überrollt.

nach und nach aber konnte ich mich immer mehr einbringen, am ende war ich selber einer dieser kreativen querköpfe, der seine ideen und anregungen genau so in den topf werfen durfte wie der regisseur, der videokünstler oder die schauspieler. positiv überrascht hat mich hierbei, dass ich als volles mitglied von anfang an aufgenommen und respektiert wurde.

die nächsten wochen verflogen regelrecht und so hat sich keine einzige stunde, die ich im theater verbracht habe, auch nur annähernd nach arbeit angefühlt. alles was am anfang für mich noch so wirr und verrückt aussah, nahm nun stück für stück gestalt an. es wurde zu einem, meiner meinung nach, sehr schönen, kreativen und anspruchsvollen theaterstück. als dann die premiere immer näher rückte, stieg auch meine aufregung steil dazu an. am tag der premiere selber war ich so aufgeregt, das ich keine minute stillhalten konnte. noch nie in meinem leben war ich so nervös wie in den minuten vor meinem ersten auftritt. dann begann die premiere und die aufregung war verschwunden. glücklicherweise verlief die aufführung ohne das etwas schief ging. und nachdem der letzte applaus verklungen war lagen sich auf der bühne alle glücklich in den armen. so erreichte mein kleiner ausflug in das theaterleben seinen vorläufigen höhepunkt. und auch wenn noch mehr als 10 vorstellungen folgen, bin ich jetzt schon dankbar für alles was ich dort erleben durfte:

für die erfahrungen die ich sammeln durfte.

für die entwicklung die ich dort machen konnte.

und am allermeisten für all die netten menschen und freunde die ich dort gefunden habe.

jetzt schaue ich mit einem lächelnden und einem weinenden auge auf die zeit am theater zurück, und freue mich gleichzeitig auf die tollen aufführungen und momente, die sicherlich noch kommen werden.

euer benny

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